Familientherapie Thiesen

Systemisch lösungsorientierte Begutachtung für Familiengerichte

Systemisch lösungsorientierte Begutachtung für FamiliengerichteIn der lösungsorientierten Begutachtung wird in der Auseinandersetzung mit den Familien- und Helfersystemen eine nachhaltige und umsetzbare Lösung für folgende Fragestellungen erarbeitet:

  • Ausübung des Sorgerechtes
  • Gestaltung des Umgangs
  • Sicherung des Kindeswohls
  • Klärung der Erziehungsfähigkeit


Die Begutachtung nimmt die juristischen Kriterien, wie Kontinuitäts- und Förderungsgrundsatz, Bindung des Kindes, Erziehungsfähigkeit der Eltern und den Kindeswillen in den Fokus. Darüber hinaus richtet sich ein besonderer Augenmerk auf die Entwicklung der Identität der betroffenen Kinder. Die Identität oder Persönlichkeit entwickelt sich u.a. durch die Verwurzelung mit dem Herkunftssystem.

In der Jugendhilfe wird seit Jahren beobachtet, dass Störungen in der Identitätsentwicklung oft erst später Persönlichkeitsstörungen hervorrufen. Für die Kinder ist die „Störung“  eine Lösung für ihre inneren Konflikte. Verursacht werden diese Persönlichkeitsstörungen häufig durch die Abwertung und/oder Trennung von den leiblichen Eltern.

In der Begutachtung wird diesem Kriterium Rechenschaft getragen, indem die Wertschätzung der leiblichen Eltern gefordert und gefördert wird. Der Identifizierung der Kinder mit ihren Eltern, auch bei fehlender Erziehungsfähigkeit, muss Aufmerksamkeit innerhalb der Familie und der Helfersysteme geschenkt werden, um das Wohl der Kinder zu fördern.

Die Erfassung der Sichtweisen aller Mitglieder der Gesamtfamilie und ggfls. des Helfersystems geht einher mit dem Einnehmen einer wertschätzenden Haltung und der Erarbeitung von Lösungen. Die Begutachtung zielt darauf, die Bereitschaft der Erziehungsverantwortlichen zur Verantwortungsübernahme zu stärken. Diese sollen nachhaltig unterstützt werden, ihre Verantwortung als Sorgeberechtigte, gegebenenfalls mit Hilfen, zu übernehmen. Hierbei werden die Familien und das Helfersysteme bei der Erarbeitung,  wie auch bei der Erprobung von Lösungsansätzen und Veränderungen in ihrer Haltung unterstützt.

Das Fachwissen in Bezug auf Bindung und Kindeswohl (impliziert auch das Wissen über Identitätsentwicklung) wird für die Familien erleb- und erfühlbar dargestellt. So können sie mit den vorhandenen Ressourcen dem Kindeswohl dienliche Entscheidungen treffen und Haltungsveränderung vornehmen.

Die Begutachtung zielt demnach auf  Veränderungen im Familien- und Helfersystem ab. Es werden Methoden und Interventionen der systemischen, lösungsorientierten Familientherapie angewandt.

Die Lösungen und Erkenntnisse werden in (Kurz-) Gutachten prägnant zusammengefasst. Es werden die Ressourcen und Gefährdungen analysiert, erfolgsversprechende Hilfen entwickelt, tragfähige Elternvereinbarungen erarbeitet, anschlussfähige Lösungen benannt und Aussagen über die Identitätsentwicklung getroffen .